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Geschichte des Heimatvereins

Nach dem Krieg wurden ins Ostfriesland viele Heimatvereine reaktiviert bzw. neu gegründet. So auch in Esens, wo am 08. März 1948 in „Peters Turnhalle“ nach einer Einladung von Bürgermeister Adde Cassens und unter der hilfreichen Anlehnung an viele, schon bestehender Satzungen anderer Heimatvereine von Stadtdirektor Ewald Neemann und 58 weiteren Heimatfreunden der „Heimatverein für Stadt und Amt Esens“. Besonders wichtig war den Esenser Heimatfreunden, die bereits auf verschiedenen Gebieten wirkenden Zusammenschlüsse miteinzubeziehen, zu bündeln und eine organische Spitze zu finden, um das Interesse für heimatliche Sitten und Gebräuche wachzuhalten und zu beleben.

Vorträge zu bestimmten Themen, Theater- und Lichtbildaufführugen, Heimatspiele, gemeinsame Ausflugsfahrten im Sommerhalbjahr und unterschiedliche Ausstellungen sind bis heute ein wichtiges Element des Vereins, wobei nicht nur die fachlichen und sachlichen Aktivitäten, sondern auch soziale Interaktionen im Verein unverzichtbar sind. Der Mensch ist stets Mittelpunkt aller Ziele dieses Heimatvereins, der inzwischen auf über 300 Mitglieder angewachsen ist.

Ein weiteres – satzungsmäßig festgelegtes – Ziel des Vereins war und ist die Einrichtung eines Heimatmuseums. Nach der ersten Einrichtung einer „Heimatstube“ in der ehemaligen Volksschule (1980) konnte am 15. Juli 1989 mit Hilfe der Stadt Esens in der Bogena’schen Mühle aus dem Heimatmuseum Esens das Museum „Leben am Meer – eine Mühle voller Geschichte(n)“ eingeweiht werden, das mit seiner besonderen Konzeption weit über die Grenzen Ostfrieslands bekannt ist und aus diesem Grunde auch besonders zertifiziert wurde.

Neben vielen weiteren Aktivitäten – Verbindungen zu Schulen, Gästebetreuungen, Kooperationen mit anderen Institutionen, Stadttouren, Fahrradtouren bis hin zur Nikolausveranstaltung und Betreuung der Karnevals-Urlauber ist die Angebotspalette dieses Heimatvereins riesig. Und alle sind willkommen.

Wie eng Bürgerinnen und Bürger mit diesem Verein verbunden sind, wird an der Tatsache deutlich, dass viele ältere Mitglieder die Mitgliedschaft aufrecht erhalten, auch wenn sie auf Grund ihres Alters oder körperlicher Beeinträchtigungen an Aktionen aller Art nicht mehr teilnehmen können oder wollen. Etliche Mitglieder unterstützen weiterhin mit ihrem Beitrag diesen Heimatverein, der für sie weiterhin ein „Stönpaal“ oder ein „groot Schuul“ ist und bleiben wird. Das ist gut und darüber freuen wir uns.